Wildverbiss beschreibt Schäden an Pflanzen durch das Abfressen von Trieben und Knospen an jungen Waldbäumen. Rehe, als Konzentratselektierer, bevorzugen nahrhafte Pflanzenteile an Eichen, Ahorn, Eiben, Tannen, etc., was zu Wachstumsstörungen oder gar zum Absterben von Bäumen führen kann. Dies beeinträchtigt einerseits die forstwirtschaftliche Produktion von qualitativ wertvollem Stammholz und kann anderseits die Biodiversität negativ beeinflussen, in dem sich gewisse Baumarten (z.T. die Eibe oder Tanne) kaum mehr natürlich verjüngen können.

Die Intensität des Verbisses hängt von Faktoren wie Rehpopulation, Beunruhigung, Nahrung und Lebensraum ab. Ein Überbestand an Rehen, durch fehlende natürlicher Feinde oder nicht angepasste jagdliche Wildentnahme, verstärkt das Problem. Massnahmen wie eine örtlich abgestimmte Bejagung, Schutzmassnahmen und die Förderung von Alternativnahrung helfen, das Gleichgewicht zwischen Wild und Wald zu wahren.